• ROCK THE BOW

    ROCK THE BOW (7/10)
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    THE EFFECTER – FAR AWAY
    22.04.2014 ADMIN HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR
    So richtig viel erfährt man über THE EFFECTER nicht, weder von ihrem Label noch von Facebook oder Website. Keep it simple scheint eine Devise der Band um die God-Brüder zu sein.

    Sebastian God singt und spielt Bass, Christopher God bedient die Saiten. Dabei wird er unterstützt von Olle Hanssen und an den Drums werkelt Filip Obbel.

    Band: THE EFFECTER Album: „Far Away“
    Genre Alternative/Power Pop Land Schweden
    Spielzeit: 28’ Tracks 9
    Plattenfirma: Last Heard Records / Tunecore Veröffentlichung: 09.04.2014
    Online: Lineup
    www.theeffecter.com Sebastian God Lead Vocals, Bass
    https://www.facebook.com/theeffecter Christopher God Guitars
    www.lastheardrecords.com Olle Hansson Guitars
    WERTUNG: 7 von 10 Filip Obbel Drums

    Dann kriegt man noch raus, dass die Männer seit 2012 gemeinsam Musik machen, damals wohl auch eine Schaffenskrise durchmachten und erst 2013 so richtig in Fahrt kamen. Das Jahr verbrachten die Jungs dann vorwiegend mit dem Songwriting und den Aufnahmen im Studio.Daraus resultierte also ihr Erstling „Far Away“, der anfangs April auf den Markt gekommen ist.Und ihre Musik? Auf Facebook bezeichnen sie selber ihren Sound als Power Pop, für mich klingt das so wie Bands die sich gerne Indie oder Alternative nennen, dieses unselige Sammelgefäss, das so wenig darüber aussagt, was der Hörer zu erwarten hat.Ich selber tue mich damit ja etwas schwer, weil ich nie so richtig weiss, wie genau sich die Songs voneinander unterscheiden. Es ist halt meist die Konstruktion aus ein bis zwei Gitarren, selten in Sololaune, meist riffmässig beschäftigt.
    Bass und Schlagzeug arbeiten häufig präzise und unspektakulär, zentrales Element ist dann meist die Stimme. Leider muss man sagen, dass es solche Bands zuhauf gibt und viele scheinen sich am Mittelmass zu orientieren.

    Vielleicht ist das aber Ausdruck der Zeit, in welcher die Bands spielen und leben – wir tänzeln gesellschaftlich schon auch ziemlich an der Mittellinie entlang, gerade in unseren mitteleuropäischen Wohlstandgesellschaften.

    THE EFFECTER sind keine wirkliche Ausnahme. Der Sound ist wirklich okay, das kann man sich mehr als einmal anhören, Sebastian Gods Stimme klingt gut, überzeugt durch eine Mischung zwischen poppig-glatt und Reibeisen.

    Nach eine knappen halben Stunde – mehr braucht die Band für die neun Tracks ihres Erstlings nicht – bleibe ich aber etwas ratlos zurück – Anspieltipps?

    Das ist schwierig , es gibt keine Songs, die herausstechen, weder nach oben noch nach unten.

    Am ehesten ist da der Einstiegssong „Out Of Touch“ zu nennen, der hat einen gewissen Wiedererkennungswert. Besonders die Leadstimme kommt gut rüber, der Song hat ziemlich Drive, auf der Tanzfläche kommt da mehr als Fusswippen zustande.

    Das dürfte übrigens für alle Songs der Band gelten, live kann das ganz gut werden. Der Sound ist rhythmisch und frisch, da werden die Mädels nicht nur wegen der hünschen Jungs in Bewegung kommen. Naja, die Jungs tanzen mit oder bleiben an der Bar – je nach Frauenversteherfaktor ?

    Alles in Allem machen die Jungs einen guten, aber eben wenig spektakulären Job. Das sei ihnen beim Debut verziehen mit der Hoffnung, dass sie weiter an einem eigenständigen Profil arbeiten.

    Trackliste:
    Out Of Touch
    The Way
    Gone
    Faraway
    The Others
    Damnation
    Over
    Fool
    Heart